Bin ich gefährdet?

Bin ich gefährdet? Gehöre ich zu den 50% derjenigen Menschen, die deutlich mehr trinken als Ihnen guttut?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt:

Die Maximalmengen bei alkoholischen Getränken je Tag sollten sein:

Mann: 0,5 Liter Bier oder 0,2 Liter Wein
Frau: 0,25 Liter Bier oder 0,1 Liter Wein
beide: zwei alkoholfreie Tage je Woche

Um einer Suchtentwicklung vorzubeugen, ist es empfehlenswert, an zwei Tagen in der Woche ganz auf Alkohol zu verzichten. Bei Personen mit besonderen Erkrankungen oder Risikogruppen wie Schwangeren kann auch bereits ein Konsum von sehr kleinen Mengen zu negativen Folgen führen.

Jeder, der mehr trinkt, geht gesundheitliche Risiken ein. Zusätzlich läuft er Gefahr, abhängig zu werden. Denn bei größeren Mengen als oben angegeben, steigt der Blutalkoholwert über 0,2 Promille und es beginnt die psychoaktive und damit verhaltensverändernde Wirkung des Alkohols. Wer das Trunkenheitsgefühl als angenehm erlebt, will es ggf. immer wieder und immer häufiger erleben. Eine wichtige Ursache für eine spätere Sucht.

50% der Bevölkerung trinkt riskant viel Alkohol

Derzeit trinken Männer und Frauen durchschnittlich deutlich mehr als die genannten Mengen (2).
Bei den Durchschnittswerten ist jedoch zu berücksichtigen, dass ca. 13% der Bevölkerung gar keinen und 37% nur gelegentlich Alkohol trinken (40 g pro Woche).
Die Hälfte der Bevölkerung ist wirklich gefährdet: 10% der Bevölkerung trinken 50% des gesamten Alkohols, die anderen 40% trinken täglich oder periodisch riskant viel Alkohol (3).

Sind Sie gefährdet?

Wenn Sie zwei der folgenden vier Fragen mit „Ja“ beantworten, kann sich bei Ihnen bereits Alkoholmissbrauch oder sogar eine Abhängigkeit herausgebildet haben. Sie sollten dann auf jeden Fall zunächst den Button „Kontrolliert trinken“ klicken.

• Haben Sie schon einmal daran gedacht, weniger zu trinken?
• Sind Sie schon einmal wegen Ihre Alkoholkonsums kritisiert worden und haben sich darüber geärgert?
• Haben Sie schon einmal ein schlechtes Gewissen gehabt wegen Ihres Alkoholkonsums?
• Haben Sie schon einmal morgens Alkohol getrunken, um sich nervlich zu stabilisieren oder einen Kater loszuwerden? (4)

Auch bei nur 1 mal „Ja“ – Lesen Sie weiter!
Klicken Sie auf „Kontrolliert trinken“ bzw. „Alkoholfrei leben“

Quellen:
(1) vgl. DHS (Hrsg.): Jahrbuch Sucht 07.Geesthacht 2007, 45.
(2) vgl. DHS (Hrsg.): Alkohol. Köln 4. Aufl. 2004, 6.
(3) vgl. W. Feuerlein: Alkoholismus. München 5. Aufl. 2005, 83.
(4) vgl. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hrsg.): Alkoholfrei leben. Köln o. J.,10.